Apple Pay und nun...

11 December 2018 |   Das Leben |   4


Apple Phone

Lange hat es gedauert, aber jetzt ist Apple Pay auch in Deutschland verfügbar. Die einzige Frage die ich mir stelle, ist Deutschland schon bereit dafür?

Ich selbst habe seit kurzem eine EC sowie Mastercard, mit der ich über NfC bezahlen könnte. Seitdem ich diese habe, achte ich beim bezahlen auch darauf, ob ich Möglichkeiten habe, genau dieses einzusetzen. Bisher ist mir das aber nicht wirklich aufgefallen. Meistens gibt es noch den klassischen Kartenleser. und ich denke und befürchte, das dies auch erst einmal noch so bleiben wird.

Deutschland ist und bleibt wohl erst einmal ein Land, wo "bares noch wahres" ist. Ein Bargeldloses Leben, wie es in einigen anderen, auch europäischen Ländern, schon möglich ist, wird es wohl so schnell nicht geben. Und das liegt sicherlich nicht nur daran, das die Geschäfte nur nach und nach umstellen werden, gerade in ländlicheren Gegenden wird das mit Sicherheit noch ein paar Jahre dauern, sondern auch an der akzeptanz innerhalb der deutschen Bevölkerung. Für so einige ist das Internet immer noch böse und was passiert dann mit meinen Daten, wenn ich jetzt auch noch über mein iPhone bezahle? Dann weiß das böse Apple oder Google noch mehr über mich. Ich werde noch gläserner. Aber vielleicht übertreibe ich da auch nur und alles wird anders...

Ich bin zumindest mal gespannt, wohin sich das entwickelt.

Photo by rawpixel on Unsplash

Tags: #Google #Apple #Datenschutz #Zukunft

Kommentare:

HeyHey,

wie sollen die ländlichen Regionen auf so moderne Bezahlmethoden umstellen, wenn sie dort noch nicht einmal vernünftiges Internet haben? Ich hatte das letztes Jahr mal in Bayern. Ich war dort in einer kleineren Stadt Bowling spielen und theoretisch hätte ich danach auch mit Karte bezahlen können, aber da das Internet nicht ging, ging auch das Kartenlesegerät nicht wirklich. Musste ich also noch mal los, eine Bank suchen und Geld abheben ;)

Also da müssen erst einmal noch ein paar Schritte vorher erledigt werden ;)


Das mit dem Internet wird eigentlich besser, denn die weißen Flecken werden staatlich geführt. Das führt dann auch dazu, das Bauern, die gar kein Internet wollen und beziehen werden, plötzlich Glasfaser anliegen haben, während andere noch mit lahmen Internet zu kämpfen haben.

Aber ja, grundsätzlich hast du recht.

Zusätzlich kommt sicherlich noch dazu, das meines Wissens nach, jede Kartentransaktion Geld für den Betreiber kostet. Dadurch drückt man natürlich seine Marge, bekommt aber gleichzeitig nicht mehr Publikum, denn auf dem Lande kennt man seine Pappenheimer...


Ich habe letztens eine Doku auf Arte gesehen, dass die Bauern, die schnelles Internet brauchen, sich die Glasfaserkabel meist selbst legen müssen, was eine ziemliche Investition ist. Die Telekom weigert sich permanent die Netze auszubauen. Es gibt da noch einen zweiten Fall, wo die Telekom alles auf VoIP umstellt, wodurch in diesem Ort gar kein Internet mehr verfügbar ist und die Antwort der Telekom ist, dass die Anwohner auch Glasfaser haben könnten, wenn sie die Kosten für das Verlegen der Glasfaser selbst übernehmen. Und das, was der Staat derzeit macht, ist einfach nicht ausreichend. Das Netz gehört in staatliche Hand, damit diese es überall ausbauen kann, ohne dass da eine Profitrate im Hintergrund den Ausbau in weniger profitablen Regionen bremst.


Grundsätzlich würde es ja reichen, wenn die Infrastruktur dem Staat gehört und er es dann an die Provider weitervermietet...

Bei der aktuellen Regierung bin ich mir aber auch nicht sicher, ob die das wirklich umgesetzt bekommt.

Es bleibt damit spannend, wie Deutschland sich langfristig da weiterentwickelt und ob wir den Sprung in die neue Wirtschaft nicht verschlafen.


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